Kupfer

Zusammenfassende Darstellung der Kupfer-Problematik erfolgte in zwei Fachgesprächen:

JAHN, M.; BEER, H. (1999): Pflanzenschutz im ökologischen Landbau – Probleme und Lösungsansätze – Zweites Fachgespräch am 5. November 1998 in Darmstadt. "Die Anwendung kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel, ihre Auswirkungen auf den Naturhaushalt und Erörterung der Möglichkeiten, unerwünschte Auswirkungen zu begrenzen."
Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, Heft 53, 85 S.


Kühne, S., Friedrich, B. (2003): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze - Siebtes Fachgespräch am 6. Juni 2002 in Berlin-Dahlem, " Alternativen zur Anwendung von Kupfer als Pflanzenschutzmittel "Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt
Heft 118, 2003, 71 S.


Mai 2007

Verbindungen:Kupfercarbonat, Kupferkalk, Kupferchlorid, Kupferhydroxid (Blaukupfer), Kupfer-Lignin, Kupferoxid, Kupferoxychlorid (Grünkupfer), Kupferoxydul, Kupfersoda, Kupfersulfat, Burgunderbrühe (Kupfersodabrühe aus Kupferhydroxid und Natriumkarbonat), ), Bordeauxbrühe (Kupferkalkbrühe aus Kalkmilch und Kupfersulfat)
Verwendung:Seit dem vorigen Jahrhundert wurden vor allem in der Landwirtschaft, im Obst-, Wein-, Hopfen- und Kartoffelbau verschiedene Kupferverbindungen angewendet. Die Burgunderbrühe und die Bordeauxbrühe fanden z. B. gegen Mehltau, Schorf, Krautfäule an Kartoffeln und Tomaten Verwendung.
Anwendung erfolgt entsprechend der EU-Okö-Richtlinie 2092/91, Anhnag II, Teil B. Pflanzenschutzmittel und andere Mittel zur Bekämpfung von Schadorganismen
Fungizide WirkungKupferpräparate sind als schwer löslich bekannt. Die wirksame Komponente des Kupfers sind die in Lösung befindlichen Kupferionen. Die biozide Wirkung der Kupferionen entsteht durch die Blockade des Enzymsystems im Stoffwechsel der Mikroorganismen. Kupfer-Brühen wirken auch in starker Verdünnung noch biozid.
Wirkung auf NützlingeEmpfindlich reagieren manche Kleinlebewesen, besonders der Regenwurm.
Kupfermittel sind lt. PSMV (1998) als nichtbienengefährlich eingestuft.
Untersuchungen im Weinbau zur Bekämpfung von Oidium zeigten in einigen Fällen einen schädigenden Einfluß auf Raubmilbenpopulationen.


 
Herausgeber: Julius Kühn-Institut - Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) © JKI 2009