|
|
Navigationspfad
Fachgespräche zum Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau
Seit 1998 finden in dem Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen (JKI) Fachgespräche zum Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau statt. Vertreter ökologischer Bauernhöfe, vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, des amtlichen Pflanzenschutzdienstes, von Universitäten und Hochschulen und weiterer Einrichtungen finden sich zusammen, um anstehende Probleme zu diskutieren und Lösungswege aufzuzeigen.
Folgende Themen wurden bisher bearbeitet:
3. Kupferfachgespräch „Bedeutung von Kupfer für den Pflanzenschutz, insbesondere für den Ökologischen Landbau“ im Julius Kühn-Institut (JKI) in Berlin-Dahlem am 29. Januar 2008
Aus aktuellem Anlass hat das Julius Kühn-Institut, Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, am 29. Januar 2008 in Berlin-Dahlem zu einem Kupferfachgespräch eingeladen.
In den letzten Jahren wurde intensiv zu Kupfer-Alternativen und zur Optimierung der Wirkung von Kupferpräparaten gearbeitet. Dabei wurde deutlich, dass es für die Anwendung von Kupfer in vielen Anwendungsgebieten keine hinreichend wirksamen Alternativen gibt. Neben der aktuellen Zulassungssituation ist die Anwendung von Kupferpräparaten in der Praxis, sowie Reduktions- und Ersatzstrategien diskutiert worden.
142 / 2008 : Stefan Kühne, Britta Friedrich (>> PDF)
-----------------------------------------------------------------------------------12. Fachgespräch zum Thema „Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und innovativer Verfahren im Ökologischen Landbau - Neue Wirkstoffe und Applikationstechnik“
Unter dem Themenkreis „Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze“ führt die Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft seit 1998 Fachgespräche zu speziellen Themen durch. Ziel ist es, geeignete Verfahren des Pflanzenschutzes für den Ökologischen Landbau bereitzustellen bzw. ihre Entwicklung zu fördern. Diese Form des Austausches von Kenntnissen aus Wissenschaft, Beratung und Praxis bietet die Voraussetzung, Lösungsansätze zu entwickeln, zu diskutieren und/oder zu bewerten, sowie eine Einführung in die Praxis wissenschaftlich zu begleiten bzw. zu beschleunigen.
Wir laden Sie zum 12. Fachgespräch am 27. September 2007 in die Biologische Bundesanstalt nach Braunschweig, Messeweg 11/12, zu folgendem Thema ein:
„Anwendung von Pflanzenschutzmitteln und innovativer Verfahren im Ökologischen Landbau - Neue Wirkstoffe und Applikationstechnik“
In dem Fachgespräch können alle Fragen zur Anwendung neuer Wirkstoffe und Präparate sowie die Applikation von Pflanzenschutzmitteln diskutiert werden, wie z. B.:
- Anwendung von Pheromonen, Pflanzenölen, Pyrethrum, Quassia, Gesteinsmehlen und anderer Wirkstoffe und Verfahren
- Eignung der Nanotechnologie für den Ökologischen Landbau
- Anwendung von Präparatekombinationen zur Steigerung des Wirkungsgrades
- Reduktion von Kupferaufwandmengen durch moderne Geräte
- Neue Applikationsverfahren von Pflanzenschutzmitteln im Obst- und Weinbau
- Welche Anforderungen an Sprühgeräte des Obst- und Weinbaus sind für den Ökologischen Landbau von besonderer Relevanz?
- Vorstellung von Praxiserfahrungen mit modifizierten Geräten
- Ermittlung des Forschungsbedarfes für den Ökologischen Landbau
Während des Fachgespräches kann die Prüfhalle der Fachgruppe Anwendungstechnik mit modernen Prüfständen und Messeinrichtungen besichtigt werden.
-> Programm
Kontakt:
Dr. Stefan Kühne
Tel 033203 48307
Fax 033203 48425
stefan.kuehne@jki.bund.de
und Dr.-Ing. Heinz Ganzelmeier
Tel 0531 299-3650
Fax 0531 299-3012
heinz.ganzelmeier@jki.bund.de
-----------------------------------------------------------------------------------
Pflanzenparasitäre Nematoden
Fachgespräch zu pflanzenparasitäre Nematoden
Zusammengestellt von Dr. Johannes Hallmann
Inhalt dieses 11. Fachgesprächs war es, Informationen zur Bedeutung pflanzenparasitärer Nematoden im Ökologischen Landbau in Deutschland zusammenzutragen, die Ursachen der Problematik zu ergründen, Lösungsansätze aufzuzeigen und weiteren Forschungsbedarf zu identifizieren.
Die insgesamt 46 Teilnehmerinnen und Teilnehmer setzten sich wie folgt zusammen:
- Landwirte,
- Vertreter von Anbauverbänden, Beratungsdiensten und Landesbehörden aus Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Schleswig-Holstein,
- Universitäten und Fachhochschulen aus Freiburg, Kiel und Witzenhausen,
- Fa. PPOagv Lelystad (Niederlande)
- Fa. Agroscope in Wädenswil (Schweiz)
- ein Züchter und ein Pflanzenschutzmittelproduzent.
Zu Beginn der Veranstaltung wurden pflanzenparasitäre Nematoden hinsichtlich ihrer Biologie und der durch sie verursachten Symptome kurz vorgestellt. Für die wirtschaftlich bedeutenden Nematodenarten wurden charakteristische Schadbilder an entsprechenden Kulturpflanzenarten gezeigt. Es folgten die Fachbeiträge aus den verschiedenen Gebieten des Ökolandbaus. Die Veranstaltung war in 3 Themenblöcke unterteilt: (1) Verbreitung und wirtschaftliche Schäden, (2) Lösungsansätze Gemüsebau und (3) Lösungsansätze Ackerbau. Die jeweiligen Beiträge wurden lebhaft und sehr fachkundig diskutiert.
Eine abschließende Diskussion zur Praktikabilität und Wirksamkeit der verschiedenen Lösungsansätze rundete die Veranstaltung ab.
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
Hallmann, J. (2006): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze - Elftes Fachgespräch am 7. Februar 2006 in Münster. "Pflanzenparasitäre Nematoden", Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, 131, 62 S.
-----------------------------------------------------------------------------------Erstellung einer Datenbank zu Pflanzenstärkungsmitteln
Fachgespräch zur Erstellung einer Datenbank über Pflanzenstärkungsmittel
Dr. habil. Stefan Kühne
Zum Themenkreis „Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze“ führt die BBA seit 1998 Fachgespräche zu speziellen Themen durch. Ziel ist es, umfassende Informationen zum Pflanzenschutz anzubieten, geeignete Verfahren des Pflanzenschutzes vorzustellen und die Entwicklung von Mitteln und Methoden für den Ökologischen Landbau zu fördern.
Dieses Mal ging es um die Erstellung einer Online-Datenbank über Pflanzenstärkungsmittel für das Internet und neue Forschungsergebnisse zur Anwendung der Mittel im Acker-, Wein- und Zierpflanzenbau. Pflanzenstärkungsmittel dürfen neben den nur begrenzt verfügbaren Pflanzenschutzmitteln im Ökologischen Landbau allgemein angewendet werden.
Insgesamt 36 Teilnehmer aus dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL), der Forschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) in Trenthorst, Vertreter der ökologischen Anbauverbände (FiBL-Deutschland), Beratungsdienste und Landesbehörden aus Kiel, Rheinland-Pfalz und Berlin, Universitäten und Fachhochschulen aus München und Geisenheim, die Eidgenössische Forschungsanstalt für Obst-, Wein- und Gartenbau in Wädenswil (Schweiz) sowie Vertreter von sieben entsprechenden Herstellerfirmen diskutierten als sehr fachkundiges Publikum das Thema.
Zu Beginn der Veranstaltung stellte ein Vertreter des BVL den Stand des Listungsverfahrens der Pflanzenstärkungsmittel vor und wies auf den ungebrochenen Aufwärtstrend bei der Zahl der Mittel hin. Zur Zeit sind 283 Mittel gelistet. Die Erstellung einer Online-Datenbank mit ausführlichen Informationen zu den Mitteln wurde von allen Seiten ausdrücklich befürwortet und findet eine breite Unterstützung.
Im Rahmen des „Bundesprogramm Ökologischer Landbau“ wird im Institut für integrierten Pflanzenschutz der BBA bis zum Jahr 2007 eine Datenbank über Pflanzenstärkungsmittel im Internet bereitgestellt. Damit sollen der aktuelle Stand der Forschung und der Umfang der Kenntnisse über die am Markt vorhandenen Mittel dokumentiert werden. Aufgrund der bereits großen Auswahl der Mittel, der ständigen Marktbewegung und der oft nur dezentral vorhandenen Informationen zu möglichen Anwendungsgebieten und ihrer Wirkung, ist es dem Praktiker bis jetzt fast unmöglich, den Pflanzenstärkungsmittelmarkt zu beurteilen.
In weiteren Vorträgen wurde auf die Wirkung neuer Pflanzenstärkungsmittel auf der Basis von Wachsen, Gesteinsmehlen und Kaliwasserglas sowie auf Mittel als Kupferersatz im Weinbau eingegangen.
In einem Vortrag des Institutes für biologischen Pflanzenschutz (BBA) aus Darmstadt wurde exemplarisch die Wirkungsweise des Pflanzenextraktes aus dem Sachalin-Staudenknöterich („Milsana“) vorgestellt. Sie basiert auf einer Resistenzinduktion, bei der die Pflanze u. a. Wasserstoffperoxid als Desinfektionsmittel in der Pflanzenzelle verstärkt selbst herstellt.
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
Kühne, S.; Friedrich, B. (2005): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze - Zehntes Fachgespräch am 22. Februar 2005 in Kleinmachnow. "Erstellung einer Datenbank über Pflanzenstärkungsmittel für das Internet" Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, 126, 39 S.
-----------------------------------------------------------------------------------Pflanzenstärkungsmittel, Elektronenbehandlung
Fachgespräch zu Pflanzenstärkungsmitteln und Elektronenbehandlung
Zusammengestellt von Dr. Marga Jahn
Das 1. Fachgespräch fand zum Problemkreis "Pflanzenstärkungsmittel" und über die Möglichkeiten der nichtchemischen Saatgutbehandlung statt. Aktueller Anlaß waren die sich aus der Novelle des Pflanzenschutzgesetzes ergebenden rechtlichen Änderungen im Bereich der Pflanzenstärkungsmittel - das Anmeldeverfahren wurde ab 1. Juli 1998 durch ein Antragsverfahren zur Aufnahme in eine öffentlich zu führende Liste ersetzt - sowie die Frage, ob die Elektronenbehandlung als alternative Maßnahme zur Saatgutbehandlung für den Ökologischen Landbau geeignet ist. Die hohe Teilnehmerzahl bestätigte das große Interesse an dem Problemkreis "Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau".
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
BEER, H.; JAHN, M. (1999): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze - Erstes Fachgespräch am 18. Juni 1998 in Kleinmachnow. "Pflanzenstärkungsmittel, Elektronenbehandlung" Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, 50, 76 S.
-----------------------------------------------------------------------------------Anwendung kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel
Fachgespräch zur Kupferproblematik
Zusammengestellt von Dr. Marga Jahn
Am 5. November 1998 fand im Institut für biologischen Pflanzenschutz der BBA in Darmstadt im Rahmen der Fachgespräche "Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze" das 2. Fachgespräch unter dem Thema "Die Anwendung kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel, ihre Auswirkungen auf den Naturhaushalt und Erörterung der Möglichkeiten, unerwünschte Auswirkungen zu begrenzen" statt. Kupferhaltige Pflanzenschutzmittel sind als Fungizide für einige Anwendungen in Landwirtschaft (einschließlich Sonderkulturen) und Gartenbau zugelassen und insbesondere für den Ökologischen Anbau gegenwärtig unverzichtbar. In jüngerer Zeit wird zunehmend diskutiert, daß die Anwendung von Kupferpräparaten im Hinblick auf ihre Auswirkungen auf den Naturhaushalt nicht vertretbar ist. In dem Fachgespräch sollten die Notwendigkeit der Kupferanwendung aus den verschiedenen Blickwinkeln der Anwender dargestellt, die Probleme bei der Anwendung insbesondere aus der Sicht des Naturhaushaltes erörtert sowie Möglichkeiten zur Begrenzung dieser Auswirkungen und denkbare Alternativen aufgezeigt werden.
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
JAHN, M.; BEER, H. (1999): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze - Zweites Fachgespräch am 5. November 1998 in Darmstadt. "Die Anwendung kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel, ihre Auswirkungen auf den Naturhaushalt und Erörterung der Möglichkeiten, unerwünschte Auswirkungen zu begrenzen." Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft, 53, 85 S.
-----------------------------------------------------------------------------------Unkrautregulierung
Fachgespräch zur Unkrautregulierung
Zusammengestellt von Dr. Bernhard Pallutt
In dem dritten Fachgespräch, welches am 02. November 1999 in der Außenstelle Kleinmachnow der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) stattfand, stand die Verbesserung der Unkrautregulierung im Mittelpunkt. Die 35 Teilnehmer, Vertreter des Pflanzenschutzdienstes, von Praxisbetrieben und wissenschaftlichen Einrichtungen, diskutierten die Probleme und Lösungsmöglichkeit der Unkrautregulierung im Ökologischen Landbau. In 8 Vorträgen wurden die Probleme und Grenzen der Unkrautregulierung im Ökologischen Landbau aus pflanzenbaulicher und landtechnischer Sicht dargestellt.
In Reaktion auf die Bewirtschaftung im Ökologischen Landbau haben sich Problemunkräuter, wie Ackerkratzdistel, Ampfer-Arten, Quecke, Rauhaarige Wicke und Platterbse auf vielen Flächen im bekämpfungswürdigen Umfang etabliert. Als weiteres Problem stellt vor allem der hohe Handarbeitsaufwand zur Unkrautbekämpfung im Gemüse- und Zuckerrübenanbau sowie beim Anbau von Sonderkulturen ein Hemmnis bei der Ausdehnung des Ökologischen Landbaues dar. So kann der Handarbeitsaufwand zur Unkrautbekämpfung im Zwiebelanbau bis zu 800 Stunden/ha betragen, welcher vor allem aus der ungenügenden mechanischen Unkrautbekämpfung in der Zwiebelreihe resultiert. Als problematisch ist ferner der hohe Energieverbrauch bei der thermischen Unkrautbekämpfung anzusehen. Im Zentrum der Unkrautregulierung stehen in den meisten Kulturen nach wie vor mechanische Maßnahmen, wobei allerdings deutliche Fortschritte mit neuentwickelten Geräten zu verzeichnen sind. Hiervon sind beispielsweise die Trennhacke und Bügelhacke zu nennen. Von den indirekten Regulierungsmaßnahmen stellt die Fruchtfolge die wichtigste Einzelmaßnahme zur Unkrautunterdrückung dar. Aber auch die Optimierung von Bodenbearbeitung, Aussaatzeit, Aussaatmenge, Sortenwahl sowie Stickstoffversorgung tragen zur Unkrautunterdrückung im Ökologischen Landbau maßgeblich bei. Alternative Maßnahmen, wie z.B. die biologische Unkrautregulierung, Nutzung von Mikrowellen, Elektrizität, Photocontrol, allelopathische Wirkungen und Druckluft, gilt es forschungsmäßig weiter zu bearbeiten, um das Instrumentarium Unkrautregulierung im Ökologischen Landbau zu erweitern und standort- sowie situationsbezogen optimale Kombinationen der einzelnen Maßnahmen für eine effiziente Unkrautregulierung zu ermöglichen. Nur durch ein Gesamtkonzept von Maßnahmen, welches auf einer ausgewogenen Fruchtfolge basiert, kann die Verunkrautung im Ökologischen Landbau ohne hohen Handarbeitsaufwand auf niedrigem Niveau gehalten werden.
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
Pallutt, B. (2000): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze -
Drittes Fachgespräch am 02. November 1999 in Kleinmachnow
"Unkrautregulierung im Ökologischen Landbau"
Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt, Heft 72, 2000, 72 S.
-----------------------------------------------------------------------------------Zur Anwendung von Schwefel als Pflanzenschutzmittel - Praxiseinsatz, Nebenwirkungen und Zulassung
Fachgespräch zur Schwefelproblematik
Zusammengestellt von Dr. habil. Stefan Kühne und Britta Friedrich
Beim 9. Fachgespräch am 22. Mai 2003 ging es um eines der bekanntesten und ältesten Pflanzenschutzmittel überhaupt, den Schwefel. Er findet in Form von Netzschwefel im Ökologischen Obst-, Wein- und Hopfenbau gegen Echte Mehltaupilze und schädliche Milbenarten eine breite Anwendung. Aber auch im Gemüse- und Zierpflanzenbau werden Schwefelpräparate als Fungizid angewendet. Die Zulassung endet für alle Präparate am 31. Dezember 2003.
Insgesamt 43 Teilnehmer aus dem Umweltbundesamt, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit, Vertreter der verschiedenen Ökologischen Anbauverbände, das Forschungsinstitut für biologischen Landbau Berlin e.V., Vertreter der Beratungsdienste und praktizierende Obstbauer, Vertreter aus Universitäten und der Industrie diskutierten zum Thema.
Das Fachgespräch hat die Anwendungspraxis der Schwefelpräparate im Ökologischen Landbau aufgezeigt und die Unterschiede zur konventionellen Pflanzenschutzpraxis verdeutlicht. Anwesende Obst-, Wein- und Hopfenbauer haben die Bedeutung und Notwendigkeit der Anwendung von Schwefelpräparaten für den Ökologischen Landbau dargestellt.
Schwefelpräparate haben auch Nebenwirkungen auf Nützlinge, speziell Schlupfwespen. Ergebnisse zu Toxikologie und Umweltverhalten von Schwefelpräparaten liegen in noch nicht ausreichendem Maße vor. Die Industrie muss für die Zulassung weitere Daten zu Nützlingswirkungen erarbeiten.
Bei allen Beteiligten hat das Fachgespräch zu einem breiten Verständnis der Probleme geführt und gezeigt, dass Schwefelpräparate auch weiterhin ein unabdingbares Pflanzenschutzmittel für den Ökolandbau darstellen. Als Ergebnis des Fachgespräches wurde ein besserer Informationsaustausch zwischen den Ökologischen Anbauverbänden und den Industrievertretern vereinbart, damit die Zulassungsanträge für Schwefelpräparate auch den Bedürfnissen der Praxis entsprechen.
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
Kühne, S., Friedrich, B. (2003): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze - Neuntes Fachgespräch am 22. Mai 2003 in Kleinmachnow,
"Zur Anwendung von Schwefel als Pflanzenschutzmittel - Praxiseinsatz, Nebenwirkungen und Zulassung"
Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt, Heft 123, 45 S.
-----------------------------------------------------------------------------------Azadirachtin und Pyrethrine
Fachgespräch zu Azadirachtin und Pyrethrine
Zusammengestellt von Dr. habil. Stefan Kühne
Die Institute für integrierten Pflanzenschutz und für biologischen Pflanzenschutz der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft (BBA) führten am 6. Juni 2000 das bereits 4. Fachgespräch zum Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau, diesmal in Darmstadt, durch. Mit insgesamt 58 Teilnehmern aus den verschiedenen Anbauverbänden des Ökologischen Landbaus, aus dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, dem Umweltbundesamt (UBA), dem Bundesamt für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV), dem amtlichen Pflanzenschutzdienst, aus Universitäten und Hochschulen und Vertretern verschiedener Herstellerfirmen sowie internationaler Beteiligung aus der Schweiz (FIBL) und Österreich fand die Veranstaltung großes Interesse.
Azadirachtin- und pyrethrinhaltige Präparate haben für den Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau als Pflanzenschutzmittel eine große Bedeutung. Mit dem Fachgespräch wurden die gegenwärtige und zukünftige Notwendigkeit und die Probleme ihres Einsatzes aus den verschiedenen Blickwinkeln der Produktion, Zulassung und Anwendung dargestellt und diskutiert. Die Ökoverbände haben deutlich herausgestellt, dass trotz des vorbeugenden Pflanzenschutzes z. B. durch Sortenwahl, Fruchtfolge und Nützlingsförderung die beiden insektiziden Wirkstoffe Azadirachtin und Pyrethrine für die Qualitäts- und Ertragssicherung unverzichtbar sind.
In dem vorliegenden Heft aus der Reihe "Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft" sind die Vorträge der Referenten zusammengefasst, die eigenverantwortlich für Ihren Beitrag sind. Daraus wird deutlich, dass auch kontroverse Auffassungen vertreten wurden, die zu einer lebhaften Diskussion führten.
Bei allen Beteiligten hat das Fachgespräch jedoch zu einem breiten Verständnis der Probleme geführt und gezeigt, dass nur durch ein abgestimmtes Vorgehen zukünftige Lücken im Pflanzenschutz rechtzeitig geschlossen werden können.
Kühne, S. (Hrsg.) (2001) Azadirachtin und Pyrethrine. Tagungsband Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze - Viertes Fachgespräch am 6. Juni 2000 in Darmstadt - "Azadirachtin und Pyrethrine". Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt, Heft Nr. 76. Saphir Verlag, D-Ribbesbüttel
-----------------------------------------------------------------------------------Abwehr von Wühlmausschäden im Ökologischen Landbau
Pflanzenschutz im ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze
6. Fachgespräch: "Abwehr von Wühlmausschäden im ökologischen Landbau"
26. Juni 2001
Zusammenfassung > [PDF]
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
Pelz, J. (2002): Pflanzenschutz im ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze -
Sechstes Fachgespräch am 26. Juni 2001 in Braunschweig,
"Abwehr von Wühlmausschäden im ökologischen Landbau"
Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt
Heft 104, 2002, 109 S.
-----------------------------------------------------------------------------------Hinreichende Wirksamkeit von Pflanzenschutzmitteln im Ökologischen Landbau
Saat- und Pflanzgut für den Ökologischen Landbau
Pflanzenschutz im ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze
5. Fachgespräch: "Hinreichende Wirksamkeit von Pflanzenschutzmitteln im ökologischen Landbau"
"Saat- und Pflanzgut für den ökologischen Landbau"
28. Juni 2001
Biologische Bundesanstalt für Land- und Forstwirtschaft
Stahnsdorfer Damm 81, 14532 Kleinmachnow
Zusammenfassung > [PDF]
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
Kühne, S.; Friedrich, B. (2002): Pflanzenschutz im ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze -
Fünftes Fachgespräch am 28. Juli 2001 in Kleinmachnow,
"Hinreichende Wirksamkeit von Pflanzenschutzmitteln im ökologischen Landbau
Saat- und Pflanzgut für den ökologischen Landbau"
Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt,
Heft 95, 2002, 178 S.
-----------------------------------------------------------------------------------
Zusammenfassung und Ausblick
von Dr. Erdmann Bode
Die Entwicklung des Standes von Wissenschaft und Technik hat zur Folge, dass der seit Einführung der Zulassungspflichtigkeit für Pflanzenschutzmittel in Deutschland gesetzlich geforderte Nachweis der Zulassungsvoraussetzungen im Laufe der Zeit nur mit zunehmend höherem Aufwand für die Erarbeitung von Daten und Informationen erbracht werden kann. Bestehende Zulassungen zu erhalten wird folglich teurer, bisweilen aus wirtschaftlichen Überlegungen der Firmen zu teuer. In nicht wenigen Fällen verschwinden Mittel vom Markt, weil ihre Eigenschaften den modernen Anforderungen an Wirksamkeit und Unbedenklichkeit gegenüber Mensch, Tier und Naturhaushalt nicht genügen. Die Entwicklung von Pflanzenschutzmitteln mit neuen Wirkstoffen wird aufwendiger. Deshalb, aber sicher auch aus firmenpolitischen Erwägungen heraus, beobachtet man seit einiger Zeit eine zunehmende Beschränkung bei der Zulassung von Pflanzenschutzmitteln auf wirtschaftlich für die Zulassungsinhaber lukrative Anwendungsgebiete. Bekämpfungslücken entstehen, wobei die durch das Pflanzenschutzgesetz in der Fassung der Bekanntmachung vom 14. Mai 1998 (BGBl. I S. 971, 1527, 3512) bedingte Ergänzung der früheren Vertriebszulassung um die "Indikationszulassung" (Anwendung eines Mittels nur in den bei der Zulassung festgesetzten Anwendungsgebieten) eine weitere Verschärfung bewirkt. Diese für die "konventionelle" Landwirtschaft bedenkliche Entwicklung wirkt sich ungleich stärker aus, wenn beispielsweise durch verbandsspezifische Regelungen für "integriert" wirtschaftende Betriebe oder Betriebe des "Ökologischen Landbaus" zugelassene, d. h. den gesetzlichen Anforderungen genügende Pflanzenschutzmittel aus der Anwendung verbannt werden.
Es ist sicher eine wichtige Erkenntnis, die am Beginn des Fachgespräches herausgestellt wurde, dass entgegen der landläufigen Ansicht auch der "Ökologische Landbau" nicht ohne Pflanzenschutz und Pflanzenschutzmittel auskommt. Durch die "Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates vom 24. Juni 1991 über den Ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel" (zuletzt geändert durch die Verordnung (EG) Nr. 14783/2000 der Kommission vom 30. Juni 2000 zur Änderung des Anhangs VI Teil C der Verordnung (EWG) Nr. 2092/91 des Rates über den Ökologischen Landbau und die entsprechende Kennzeichnung der landwirtschaftlichen Erzeugnisse und Lebensmittel) werden in Anhang II B für den Pflanzenschutz in der Regel solche Stoffe als zulässig erklärt, die außerhalb des "Ökologischen Landbaus" keine oder nur eine relativ geringe Bedeutung haben. Die Erklärung der "Zulässigkeit" der Anwendung in der genannten "Öko-Verordnung" ersetzt jedoch nicht die Zulassung als Pflanzenschutzmittel nach den Anforderungen des Pflanzenschutzgesetzes. Angesichts der hohen, zum Nachweis der Zulassungsvoraussetzungen aufzuwendenden Kosten wird ein Pflanzenschutzmittelhersteller sein Augenmerk primär auf den Erhalt bestehender Zulassungen richten, die einen angemessenen Rückfluss der Investitionen durch Anwendungen auch außerhalb des "Ökologischen Landbaus" versprechen, z. B. durch Einsatz im Haus- und Kleingartenbereich oder in der "konventionellen" Landwirtschaft. Entsprechendes gilt bei Entscheidungen zur Neuentwicklung von Produkten, so dass zulassungspflichtige Mittel für die ausschließliche Verwendung im "Ökologischen Landbau" allenfalls in Ausnahmefällen Chancen haben werden. Hieraus erklärt sich, warum ein hohes Interesse seitens der Industrie und der "Ökologischen" Landwirtschaft daran bestehen muss, Wirkstoffe wie Pyrethrum und Azadirachtin für die Bekämpfung tierischer Schadorganismen zu erhalten, damit den Anbau zahlreicher Kulturpflanzen unter wirtschaftlich vertretbaren Bedingungen weiterhin betreiben zu können und die Existenz der Betriebe zu sichern.
Es war die Absicht der Veranstalter dieses Fachgespräches, ein Forum zum Gedankenaustausch über die gegenwärtige und zukünftige Notwendigkeit dieser beiden Wirkstoffe und die mit ihrem Einsatz verbundenen Probleme aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Anwender, Mittelhersteller und der an der Zulassung beteiligten Behörden heraus zu bieten und darüber hinaus möglichst Lösungen für bestehende Problemfelder zu erarbeiten. Unter diesem Blickpunkt sollen einige wichtige Kernaussagen hervorgehoben werden:
Azadirachtin und Pyrethrum sind hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und ihres Wirkungsspektrums keinesfalls als austauschbar zu betrachten. Jeder Wirkstoff hat spezifische Vorteile. Wenn die gleichen Zielorganismen durch beide Wirkstoffe gleichermaßen gut bekämpft werden können, rechtfertigt die Notwendigkeit eines Resistenzmanagements ihre Verfügbarkeit.
Die zugelassenen Pflanzenschutzmittel mit Pyrethrum und Azadirachtin decken nicht alle in der Praxis erforderlichen Anwendungen ab. Durch die vom Gesetzgeber im geltenden Pflanzenschutzgesetz eröffnete Möglichkeit einer Genehmigung von zusätzlichen, bei der Zulassung nicht festgesetzten Anwendungsgebieten (§§ 18, 18 a Pflanzenschutzgesetz - PflSchG) bestehen gerade auch für den "Ökologischen Landbau" gute Möglichkeiten, Pflanzenschutzprobleme zu lösen. In diesem Zusammenhang ist eine intensive Beteiligung der Verbände wichtig und hilfreich.
Auch Naturstoffe können Auswirkungen haben, die über eine negative Bewertung in einem wichtigen Prüfbereich (z. B. in Toxikologie oder Ökotoxikologie) eine Zulassungsentscheidung beeinflussen. Bei ernsten Schwierigkeiten könnte für eine im Einzelfall erforderliche Vertretbarkeitsabwägung die Definition von unverzichtbaren Anwendungen und die Betrachtung der Anwendung im Einzelfall (z. B. kleinräumige Anwendung, Randbehandlung, Technik) hilfreich sein. Diese Überlegungen sind speziell für den "Ökologischen Landbau" wichtig, weil es eher unwahrscheilch ist, dass schnell alternative Wirkstoffe entwickelt und in zugelassenen Mitteln zur Verfügung gestellt werden. Der Erhalt bestehender Zulassung ist von vorrangiger Bedeutung. Die Existenz des "Ökologischen Landbaues" hängt auch an der Verfügbarkeit von Pyrethrum und Azadirachtin.
Die Entwicklungskosten für ein Pflanzenschutzmittel und die für den Nachweis der Zulassungsvoraussetzungen nach dem Stand von Wissenschaft und Technik vorzulegenden Unterlagen bedingen, dass außerhalb der Anwendung im "Ökologischen Landbau" weitere, finanziell besonders attraktive Anwendungen (z. B. im Haus- und Kleingartenbereich) möglich sind. Dieses wurde besonders für Pyrethrum herausgestellt, weil hier wegen der teilweise veralteten Datenbasis erhöhte Aufwendungen zur Erarbeitung heutigen Ansprüchen genügender Daten und Informationen erforderlich sind.
Im Hinblick auf die Übereinstimmung der Eigenschaften des Prüfmittels mit dem Handelspräparat beispielsweise bezüglich Wirksamkeit, Wirkungssicherheit und Auswirkungen ist bei dem Zulassungsinhaber und Hersteller ein hohes Maß an Kenntnissen zur Qualitätssicherung erforderlich.
Eine frühzeitige Kontaktaufnahme und Abstimmung mit der Zulassungsbehörde wird dringend empfohlen, weil so eine an den Eigenschaften des Mittels bzw. Wirkstoffes ausgerichtete Festlegung der zu erarbeitenden Unterlagen möglich wird. Weisen Prüfungen und Bewertungen beispielsweise im Prüfbereich "Naturhaushalt" auf unvertretbare Auswirkungen hin, können die für eine die Zulassungsfähigkeit eines Mittels entscheidend wichtigen geeigneten Risikominimierungsmaßnahmen besprochen werden.
Ausblick
Azadirachtin und Pyrethrum sind in zulassungsfähigen Pflanzenschutzmitteln einsetzbar.
Bekämpfungslücken zu identifizieren und hierbei insbesondere Lösungen zur Lückenindikationsproblematik zu finden, ist auch für den "Ökologischen Landbau" wichtig. Eine Arbeitsgruppe ist bereits tätig; eine erhöhte Aktivität der Verbände sollte erreicht werden.
Die gegenwärtige Datenbasis für Pyrethrum ist in Teilen veraltet (Naturhaushalt); die Entscheidung zur hinreichenden Wirksamkeit in manchen Anwendungen ist problematisch. Es wird empfohlen, im Hinblick auf die Formulierung der Anwendungsgebiete und zwecks Festlegung geeigneter Risikominimierungsmaßnahmen Kontakt zur Zulassungsbehörde aufzunehmen.
Im Hinblick auf eine Verbesserung der Wirksamkeit und eine Verminderung der Auswirkungen (Naturhaushalt) pyrethrumhaltiger Mittel wird mittelfristig eine adäquate Formulierungsänderung (z. B. Austausch des Synergisten Piperonylbutoxid) dringend empfohlen. Dieser Austausch liegt auch im Sinne des "Ökologischen Landbaus".
Speziell für Pyrethrum sind im Zusammenhang mit den erforderlichen Risikominimierungsmaßnahmen die Anwendungsbedingungen der Mittel zu präzisieren.
Im Rahmen von Risikominimierungsmaßnahmen ist eine verbesserte Kenntnis zur Selektivität beider Wirkstoffe bezüglich der Nichtzielorganismen hilfreich. In diesem Zusammenhang ist das Erreichen einer Selektivität über den Mittelaufwand, aber auch aufgrund des jeweiligen Wirkmechanismus zu betrachten.
Aus toxikologischer Sicht bestehen bei bestimmungsgemäßer und sachgerechter Anwendung pyrethrumhaltiger Pflanzenschutzmittel keine Bedenken. Bezüglich Azadirachtin (bezogen auf den Extrakt von NeemAzal-T/S) kann man aufgrund der Datenlage davon ausgehen, dass keine negativen Effekte zu erwarten sind. Diese Bewertung lässt sich jedoch nicht auf andere Produkte übertragen (z. B. selbst hergestellte Produkte aus Samen des Niembaumes).
Eine Ausweitung der Zulassung von NeemAzal-T/S (Azadirachtin) in rückstandsrelevante Anwendungen ist an die Vorlage von Metabolismusstudien geknüpft. Hierzu (speziell zur Machbarkeit) werden Folgegespräche zwischen Zulassungsinhaber und Zulassungsbehörde empfohlen.
-----------------------------------------------------------------------------------
Alternativen zur Anwendung von Kupfer als Pflanzenschutzmittel
Inhaltsverzeichnis - > [PDF]
Die Zusammenfassung des Fachgespräches erfolgte in:
Kühne, J., Friedrich, B. (2003): Pflanzenschutz im Ökologischen Landbau - Probleme und Lösungsansätze -
Siebtes Fachgespräch am 6. Juni 2002 in Berlin-Dahlem,
" Alternativen zur Anwendung von Kupfer als Pflanzenschutzmittel "
Berichte aus der Biologischen Bundesanstalt
Heft 118, 2003, 71 S.
-----------------------------------------------------------------------------------
Folgendes Fachgespräch fand am 7. Juni 2002 statt: "Methoden zur Vermeidung, Früherkennung und Bekämpfung vorratsschädlicher Insekten im Ökolandbau"
Programm - > [PDF]
Probleme und Lösungsansätze für den Nachernteschutz vom Produzenten bis zum Konsumenten wurden diskutiert.
Der Pflanzenschutz endet nicht, sobald die Ernte eingefahren ist, denn auch im Vorratslager droht ein Verderb der Ernteprodukte durch Schaderreger. Diesem Umstand wird in den Richtlinien verschiedener Anbauverbände nur unzureichend Rechnung getragen, und der Ökolandwirt oder Verarbeiter steht derzeit noch weitgehend alleine, wenn es um die Abwehr vorratsschädlicher Insekten, Milben oder Nager geht. Ein Schädlingsbefall oder unzureichende Lagerungsbedingungen führen neben Verunreinigungen und Masseverlusten auch zur Erhöhung der Feuchte im Lagergut und können dadurch die Entwicklung von Pilzen und die Anreicherung von Mykotoxinen verursachen. Damit die Produkte des Ökolandbaus den Verbraucher in optimaler Qualität erreichen, ist ein qualitätsorientierter Schutz der gelagerten Vorräte nötig.
Themen für diese Veranstaltung sind beispielsweise die Schädlingsabwehr durch bauliche Maßnahmen, Kühllagerung, Verpackungsschutz, das Monitoring durch beköderte oder unbeköderte Fallen, akustische Methoden und Temperaturüberwachung, sowie die Bekämpfung durch Prallmaschinen, Kieselgur, Hitze, Kohlendioxid- oder Stickstoffbegasung und biologische Gegenspieler. Aktuelle Forschungsergebnisse des Instituts für Vorratsschutz wurden vorgestellt.
|
|
|